{"id":3284,"date":"2012-10-29T15:25:00","date_gmt":"2012-10-29T14:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/2024c.asv2000.at\/?p=3284"},"modified":"2012-10-29T15:25:00","modified_gmt":"2012-10-29T14:25:00","slug":"3284","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test.asv2000.at\/?p=3284","title":{"rendered":"Inferno Triathlon"},"content":{"rendered":"\n<p>Irene und Rene verbrachten diesen Sommer ein paar Tage in den Schweizer Bergen. Anstatt jedoch dort Urlaub zu machen, starteten sie beim\u00a0Inferno Triathlon. Die Strapazen und Impressionen, die sie dabei erlebten, schildert Rene in seinem Bericht:<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\u201eIrene und ich wagten heuer das Bergabenteuer Inferno Triathon. Schon die Anreise von 1000km war einer Langdistanz w\u00fcrdig. Die Besonderheit am Inferno besteht nicht nur an den 5500 Steigungsmetern sondern am absolut gigantischen Bergpanorama (Eiger, M\u00f6nch, Jungfrau, Schilthorn, Gr. und Kl. Scheideck, \u2026). Im Gegensatz zu anderen Bewerben, wo die Strecken sternf\u00f6rmig zur Wechselzone angelegt sind, erstreckt sich der Inferno \u00fcber die sch\u00f6nsten Gegenden des Berner Oberlands von Thun bis zum Schilthorn.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt 3 Wechselzonen: Schwimmen \u2013&gt; Rennrad \u2013&gt; MTB\u2013&gt; Berglauf. Bereits f\u00fcr das Einrichten der Wechselzonen braucht man fast einen ganzen Tag. Dabei bekommt man den ersten Eindruck von der Strecke und den m\u00e4chtigen Bergen. Die Dimension ist an dem Tag f\u00fcr uns kaum zu fassen gewesen, es wirkte alles so unreal, gigantisch und wundersch\u00f6n auf uns. Einfach extrem in allen Bereichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wettkampfbesprechung und Pastaparty fanden in M\u00fcrren statt. Das ist so ca. der halbe Weg der Laufstrecke, autofrei und nur mit der Gondel zu erreichen. Schon sehr aussagekr\u00e4ftig, wenn man zur Wettkampfbesprechung ausschlie\u00dflich mit zwei aufeinander folgenden Gondeln kommt. Die Ortschaft wirkte auf uns so, wie wenn man sie aus Playmobil erbaut h\u00e4tte (eigentlich schon kitschig). Von dort hatte man zum ersten Mal freie Sicht auf Eiger, M\u00f6nch und Jungfrau. Diese Berge sind so eindrucksvoll hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck hatten wir an allen Tagen perfektes Sommerwetter. F\u00fcr die meisten Athleten war es durchaus zu hei\u00df, da es im Tal so um die 34\u00b0C, auf 3000m 20\u00b0C hatte.&nbsp; F\u00fcr uns perfekt, da wir bei dem Wetter das Panorama und die Weitsicht voll genie\u00dfen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Wettkampf selbst:<\/p>\n\n\n\n<p>Schwimmen: 3.1 km See\u00fcberquerung von Thun nach Oberhofen. Start war um 6:30 Uhr. Die Gipfel der verschneiten Berge sind rosa gef\u00e4rbt und das Wasser so klar, dass man zwei Schwimmer vor sich sehen kann. Kein Gedr\u00e4nge, da es nur 350 Starter waren. Die gro\u00dfe Herausforderung war die Orientierung, da die Strecke selbst eine Gerade war.<\/p>\n\n\n\n<p>Rennrad: 97km \/ 2145hm \/ max. Steigung 25%. Gleich nach der Wechselzone 600hm zum Aufw\u00e4rmen, gefolgt von einem 30km Flachst\u00fcck. Danach geht es auf die Gr. Scheideck (2000m Seeh\u00f6he), entlang von Wasserf\u00e4llen und immer begleitet vom Bergpanorama und der Sonne. Die Abfahrt nach Grindelwald wurde von uns gleich mal voll untersch\u00e4tzt. Nichts mit regenerieren \u2013 eine schmale steile Abfahrt, welche kaum Zeit zum Durchschnaufen bietet. Die Stra\u00dfen sind generell jedoch in einem Top Zustand \u2013 keine Steine und sehr ordentlich (wie in der Schweiz halt \u00fcblich).<\/p>\n\n\n\n<p>MTB: 30km \/ 1180hm. Nach dem Wechsel vom Rennrad glaubt man, man sitzt auf einem gepanzerten Waffenrad. Nach ein paar H\u00f6henmeter denkt man aber nicht mehr daran. Die Auffahrt ist durchaus steil, entlang geschotterten Forstwegen voll in der Sonne. Zum Gl\u00fcck gibt es gen\u00fcgend kalte B\u00e4che. Um es mit den Worten von Irene zu sagen: \u201eI bin no nie beim Rad`ln so viel im ersten Gang gefahren!\u201c Oberhalb der Baumgrenze f\u00e4hrt man entlang der Eiger Nordwand Richtung Kl. Scheideck (Ich habe endlich die Eiger Nordwand aus der N\u00e4he gesehen, voll geil!). Die Abfahrt \u00fcber Wengen (teilweise auf der FIS-Abfahrtstrecke) wurde von mir wieder einmal voll untersch\u00e4tzt: anfangs sehr schnell und unten durchaus technisch anspruchsvoll.<\/p>\n\n\n\n<p>Berglauf: 25km \/ 2175hm. Jetzt geht es \u201enur\u201c mehr auf das Schilthorn zum Ziel auf 3000m Seeh\u00f6he. Die ersten f\u00fcnf Kilometer nach Lauterbrunn sind flach und gut geeignet zum Einlaufen, ab dann ist Schluss mit lustig (und dem Laufen). Bis M\u00fcrren ist die Strecke mittelsteil und verl\u00e4uft meist im Wald. Ab M\u00fcrren wird es nicht nur wieder wundersch\u00f6n aufgrund der tollen Aussicht, sondern es geht auch ans Eingemachte. 8km mit 1300hm auf hochalpinen Wanderwegen, teils \u00fcber Felsen und Ger\u00f6ll. V\u00f6llig erm\u00fcdet, habe ich f\u00fcr die letzten, fast senkrechten zwei Kilometer 50 Minuten gebraucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Schliesslich haben wir beide unser Ziel erreicht und den Inferno gefinisht (Irene in 12:18, ich in 13:50) und vor allem genossen. Das Ganze wurde von uns beiden als Abenteuer gesehen, und wir haben versucht, trotz der enormen Anstrengung das Event zu Erleben. Wir hatten die M\u00f6glichkeit, im Vorfeld mit einem Athleten zu sprechen, der den Bewerb schon f\u00fcnf Mal gemacht hatte, aber nur einmal finishen konnte. Dieser warnte uns vor den straffen Karenzzeiten. Ich kann nur sagen, er hatte recht. Es bleibt kaum Zeit zum Tr\u00f6deln, im alpinen Gel\u00e4nde kann es zu sp\u00e4ter Stunde schon gef\u00e4hrlich werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dimensionen sind f\u00fcr uns immer noch schwer zu erfassen. Ich f\u00fcr meinen Teil kann nur sagen, da\u00df ich noch nie in meinen Leben so fertig war. Die Belastung kann man mit einer \u201enormalen\u201c Langdistanz nicht vergleichen (Stimmung, Art der Belastung, Organisation, Teilnehmer, Rennrad-MTB, Wechselzonen, \u2026). Die Stimmung unter den Athleten ist nicht so hektisch, aber doch leistungsorientiert. Die Organisation wirkt auf den ersten Blick etwas kompliziert, ist aber tadellos durchdacht verlaufen. Labestationen, Sreckenabsperrung, Streckenmarkierung \u2013 wirklich alles top! Wenn man vom Ziel mit der Gondel ins Tal kommt, bekommt man beide R\u00e4der und alle Wechsels\u00e4cke auf einmal ausgeh\u00e4ndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr zuk\u00fcntige Inferno-Starter ist es wichtig, f\u00fcr dieses Event einen Betreuer an seiner Seite zu haben (z.B. f\u00fcr den Transfer von Start zu Ziel). Wir hatten das Gl\u00fcck, drei Franzosen kennen zu lernen, die uns in der Fr\u00fch zum Start brachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag danach konnte ich Irene \u00fcberzeugen, den letzten Teil der \u201eLaufstrecke\u201c (500hm) nochmals zu begehen. Jetzt endlich hatten wir die M\u00f6glichkeit bei traumhaftem Wetter die Strecke und das Ziel richtig genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich Fotos zu machen. Leider hatten wir insgesamt zu wenig Zeit eingeplant. Eigentlich m\u00fc\u00dfte man einige Tage Urlaub in der Gegend anh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ihr geil auf Berge seit und Lust habt euch, zu qu\u00e4len, empfehle ich euch diesen aussergew\u00f6hnlichen Bewerb.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"3285\" src=\"https:\/\/asv2000.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/TRI_Inferno_1_2012.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3285\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"3270\" src=\"https:\/\/asv2000.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/TRIAS_Wettkaempfe_20212_2_4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3270\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"3287\" src=\"https:\/\/asv2000.at\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/TRI_Inferno_2_2012.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3287\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irene und Rene verbrachten diesen Sommer ein paar Tage in den Schweizer Bergen. 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