{"id":3276,"date":"2012-11-02T15:15:00","date_gmt":"2012-11-02T14:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/2024c.asv2000.at\/?p=3276"},"modified":"2012-11-02T15:15:00","modified_gmt":"2012-11-02T14:15:00","slug":"ironman-70-3-premiere-in-zell-am-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test.asv2000.at\/?p=3276","title":{"rendered":"Ironman 70.3 Premiere in Zell am See"},"content":{"rendered":"\n<p>Jedem begeisterten Schifahrer ist die sch\u00f6ne Region rund um Zell am See ein Begriff und bestimmt schon die eine oder andere Reise wert gewesen. Dass sich diese wundersch\u00f6ne Gegend auch hervorragend f\u00fcr Triathleten eignet, wurde beim ersten\u00a0Ironman 70.3 in Zell am See\u00a0bewiesen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Seit dem 26. August 2012 z\u00e4hlt das Bundesland Salzburg nun zu dem erlesenen Kreis von zw\u00f6lf europ\u00e4ischen Stationen f\u00fcr die Ironman 70.3 Serie. Mehr als zwei Jahre hatte das Veranstalterteam rund um Werner Dannhauser auf das ultimative Rennereignis hingearbeitet. Und die Premiere konnte sich durchaus sehen lassen! Im ganzen Ort war die Vorfreude auf das Triathlon Event des Jahres sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p>ASV TRIA Stockerau Athletin Marlis Wessely war in Zell am Start und schildert nachfolgend ihre Eindr\u00fccke:<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste \u00dcberraschung traf mich schon, als wir uns im Auto Richtung Zell am See befanden. Ganze vier Stunden Fahrt! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Bis jetzt definitiv meine l\u00e4ngste Anreise zu einem Triathlon Event.&nbsp;&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Freitag Nachmittag endlich am Ziel angekommen, zog es mich nach einem kurzen Hotelrundgang sofort zur Registrierung und nat\u00fcrlich zur Expo. Schlie\u00dflich musste ich mich kleidungstechnisch noch ein bisschen ausr\u00fcsten, zumal das Wetter f\u00fcr den Renntag nicht sehr prickelnd angesagt war und meine \u00c4rmlinge gut und warm im heimischen Nieder\u00f6sterreich lagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Registrierung klappte tadellos \u2013 sehr nette und kompetente Leute. Entt\u00e4uschender war daf\u00fcr das \u201eAthlethengeschenk\u201c. Nat\u00fcrlich hatte ich einen sch\u00f6nen Rucksack erwartet (ist ja bei Ironman 70.3 Veranstaltungen irgendwie \u00fcblich; au\u00dferdem kann man aufgrund der geringen Rucksack-Halbwertszeit nie genug haben) und was bekam ich? So eine Art grauen Turnbeutel\u2026naja, vielleicht ist daf\u00fcr das Material ein bisschen besser.&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Die Expo selbst war klein aber fein. Eingekauft hab ich zumindest genug.&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Der abendlichen \u201eKasnockenparty\u201c im IronDome (Ferry Porsche Congress Center, sehr feines Ambiente) blieb ich fern. Auch mein Hotel befand sich im Ironmanfieber und daher hatte ich im extra gebuchten \u201eIronman-Package\u201c eine Sportmassage mit dabei, die ich vorsorglich Freitag Abend in Anspruch nahm. Leider plagten mich seit Donnerstag unangenehme Hals- und Gliederschmerzen und ich bef\u00fcrchtete ein klein wenig, nicht starten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samstag war demzufolge eher ein Ruhetag angesagt. Mittags fand die sehr ausf\u00fchrliche Rennbesprechung statt, kurz danach folgte der Rad Check-In. Zell am See war meine insgesamt vierte Ironman 70.3 Veranstaltung und ich muss ehrlich zugeben, noch nie so einen professionellen und freundlichen Check-In erlebt zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wechselzone befand sich nicht direkt in Zell am See sondern in Sch\u00fcttdorf (circa 2km entfernt, direkt am Zeller See liegend). Ein Fu\u00dfballfeld diente als \u201eTransition Area\u201c \u2013 noch nie gab es in meiner Triathlon\u201ckarriere\u201c so eine tolle, weiche Wechselzone. Fu\u00dfballrasen halt. Jeder Teilnehmer wurde von einem Team-Mitglied zu seinem Radabstellplatz begleitet \u2013 bei mehr als 1800 Teilnehmern durchaus eine nette Geste. Als Draufgabe folgte eine detailierte Erkl\u00e4rung der Wechselzone sowie eine eigene Ironman 70.3 Regenschutzh\u00fclle f\u00fcr das Rad. Begeistert zog ich von dannen und lie\u00df den Abend \u2013 in der Hoffnung meine aufkeimende Erk\u00e4ltung im Keim zu ersticken \u2013 in der Infrarotkabine ausklingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sonntag, 26. August. Der Wecker klingelte erst \u2013 ihr werdet es kaum glauben \u2013 um 7 Uhr fr\u00fch! Leute, die schon in St. P\u00f6lten gestartet sind werden jetzt ungl\u00e4ubig den Kopf sch\u00fctteln. Sieben Uhr? Da ist man in Nieder\u00f6sterreichs Landeshauptstadt doch schon lange im Wasser! Nicht so in Zell am See. Zum Gl\u00fcck. Das fr\u00fche Aufstehen ist mir immer ein Dorn im Auge. Startzeit F-25: 10.05!&nbsp;\ud83d\ude42&nbsp;Hier eine offizielle Bitte an die Veranstalter: Bitte diese Startzeit unbedingt beibehalten!&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund des erwarteten hohen Verkehrsaufkommen nutzten viele Starter \u2013 ich ebenso \u2013 die M\u00f6glichkeit mit zahlreichen Shuttlebussen und -z\u00fcgen zum Starbereich zu gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>10.05h. Endlich Startschuss. Eine Runde im herrlichen Zeller See. Erstmal 890m geradeaus zur Boje. Das erwartete oder bef\u00fcrchtete Gedr\u00e4nge blieb g\u00e4nzlich aus. Schwimmen bei einem Triathlon \u2013 es war endlich mal ein Vergn\u00fcgen. Als Schwimmzielzeit hatte ich mir eine Zeit unter 30:00 gew\u00fcnscht, die erste H\u00e4lfte f\u00fchlte ich mich auch ganz gut, aber leider sind es dann 31:16 geworden \u2013 dann halt n\u00e4chstes Jahr. In Summe war es dann doch die sechsschnellste Zeit in meiner Altersklasse und die 28. bei den Damen. Schwimmen ist ja auch das Einzige bei einem Triathlon, das ich ein bisschen kann.&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>So sch\u00f6n ich die Wechselzone am Vortag noch empfunden hatte, im Bewerb selbst gefiel sie mir gar nicht mehr so gut. Sie war wirklich elendslang. Nun stellte sich im Wechselzelt die f\u00fcr Frauen sowieso typische Frage nach \u201eOh Gott, was soll ich blo\u00df anziehen?\u201c. Waghalsig entschied ich mich f\u00fcr \u201ekurz\/kurz\u201c. Waschelnass vom Schwimmen, hatte ich den einsetzenden Regen nicht so richtig wahrgenommen. Fast schon bei meinen Rad in Reihe 47 angekommen, bemerkte ich, dass ich irgendwie im Trubel meine Startnummer nicht mithatte. Also wieder zur\u00fcck zum Zelt. War ja nicht so weit, haha. Jede Menge Frauen, jede Menge Zeug, viel Gedr\u00e4nge, aber nirgendwo meine Startnummer 1036. Durch Zufall entdeckte ich sie an einer anderen Frau. Gut. Nun wieder zur\u00fcck zum Rad. Dies erkl\u00e4rt wohl auch meine wirklich sehr schlechte Wechselzeit von 6:56.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Radstrecke war \u2013 mit nur 370 H\u00f6henmeter \u2013 wirklich sehr flach und schnell. In dieser bergigen Gegend h\u00e4tte ich mir deutlich H\u00e4rteres erwartet. Zwei Runden \u00e1 45km galt es zu absolvieren. Nach circa 10 Minuten am Rad sah ich in unmittelbarer Entfernung schon den Rettungshubschrauber landen, das mahnte mich schon etwas zur Vorsicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das anf\u00e4ngliche \u201eTr\u00f6pfeln\u201c wurde immer mehr, entwickelte sich dann zum typischen \u201eSalzburger Schn\u00fcrlregen\u201c und steigerte sich schlussendlich zu \u201eRegen wie aus K\u00fcbeln\u201c. Ein Spass. Wirklich. Es war meine erste Fahrt im totalen Regen. Ich schwankte st\u00e4ndig zwischen Lachen bzw. Galgenhumor und Verzweiflung. Dennoch war die Stimmung in den Ortsdurchfahren gro\u00dfartig. Ich bewunderte die Zuschauer, die dem Regen trotzten und uns aus Leibeskr\u00e4ften anfeuerten. Den Rettungshubschrauber sah ich \u00fcbrigens noch \u00f6fters starten und landen. Es gab angeblich weit mehr als 40 Unf\u00e4lle. Kein Wunder \u2013 die Stra\u00dfen standen wirklich komplett unter Wasser. Es wundert mich ja heute noch, dass ich heil in die Wechselzone zur\u00fcckgekommen bin. Zur Radstrecke selbst kann ich leider nicht viel sagen, da ich aufgrund des Wetters kaum noch was gesehen habe und die Landschaft weder bewusst wahrnehmen noch genie\u00dfen konnte (aber das kann man bei einem Triathlon ohnehin nie). Es w\u00e4re wohl noch eine deutlich schnellere Radzeit m\u00f6glich gewesen, doch Sicherheit geht eindeutig vor. Obwohl ich sonst immer sehr traurig bin, wenn das Radfahren vor\u00fcber ist (Radfahren ist meine zweitbeste bzw. zweitliebste Disziplin) und ich mich auf die f\u00fcr mich immer schreckliche Laufstrecke begeben \u201emuss\u201c, war ich in Zell doch froh, endlich \u201eda\u201c&nbsp; und vor allem \u201esturzfrei\u201c zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wechselzone glich mittlerweile schon einem Schlachtfeld. Man versank f\u00f6rmlich im Matsch und musste teuflisch aufpassen, keinen Bauchfleck zu pr\u00e4sentieren.&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Mir war eisig kalt und so freute ich mich naiverweise etwas auf einen \u201ew\u00e4rmenden\u201c Lauf. So flach die Radstrecke war, so steil ging es gleich in der ersten Laufrunde los. Drei Runden zu je 7km und ein bisschen mehr mussten geschafft werden. Um die Athleten an der richtigen Stelle in den Zieleinlauf zu schicken, wurden in jeder Runde farbige B\u00e4nder (gr\u00fcn, gelb, rosa) verteilt. Ich muss sagen, die erste Runde war unglaublich deprimierend. Zahlreiche Triathleten trabten schon mit drei B\u00e4ndchen an mir vor\u00fcber, ich hatte \u2013 wie eigentlich immer beim Laufen \u2013 das Gef\u00fchl zu stehen oder mich r\u00fcckw\u00e4rts zu bewegen. Mehr als einmal fragte ich mich, wie ich denn jemals 21,1km \u00fcberstehen sollte. Doch nach den ersten f\u00fcnf, sechs Kilometernim Schneckentempo ging es zumindest ein bisschen aufw\u00e4rts. Ich konnte meine Muskeln \u2013 die ziemlich kalt und hart waren \u2013 wieder etwas besser sp\u00fcren und kam ein bisschen in den Laufrhythmus hinein. Sp\u00e4testens nach der zweiten Runde motivierten mich meine eigenen Farbb\u00e4ndchen und ich konnte es kaum erwarten, endlich mein langersehntes, drittes und somit letztes pinkes B\u00e4ndchen zu bekommen. Auf den letzten sieben Kilometern war ich dann doch schon ziemlich fertig. Mir war wirklich eisig kalt und das Wetter hatte absolut kein Erbarmen. Es gab abwechselnd Niesel und starke Regeng\u00fcsse. Bei jeder Labestation leerte ich mir mindesten einen Becher Pepsi Cola hinunter. Besonders aufbauend waren auch hier wieder die zahlreichen Zuschauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 5 Stunden 56 Minuten und 33 Sekunden \u00fcberquerte ich die Zielline. Endlich!&nbsp; Knallblaue Lippen und den Tr\u00e4nen nahe, da ich endlich eine Zeit unter 6 Stunden geschafft hatte! Obwohl meine Laufzeit wieder grottenschlecht war.&nbsp;\ud83d\ude42&nbsp;Aber egal, n\u00e4chstes Jahr wird es hoffentlich besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Das mir sofort angebotene Bier im Zielbereich (alkoholfrei nat\u00fcrlich!) konnte ich beim besten Willen nicht annehmen, ein hei\u00dfer Tee mit ordentlich Rum w\u00e4r mir zum Aufw\u00e4rmen deutlich lieber gewesen.&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Freud und Leid liegen bei einem Triathlon wirklich nah beisammen und Zell am See war wieder ein typisches Beispiel. So sehr ich meine diversen Starts beim Laufen immer bereue, um nichts in der Welt m\u00f6chte ich das Gef\u00fchl missen, nach einem harten Rennen endlich die Ziellinie zu \u00fcberqueren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zell am See war definitiv eine mehr als gelungene Premiere und ich kann es nur jedem aus ganzem Herzen empfehlen! Auf diesem Wege noch ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n an all meine Freunde und Trainer vom ASV TRIA Stockerau! Ich freue mich auf die kommende Saison!&nbsp;\ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedem begeisterten Schifahrer ist die sch\u00f6ne Region rund um Zell am See ein Begriff und bestimmt schon die eine oder andere Reise wert gewesen. Dass sich diese wundersch\u00f6ne Gegend auch hervorragend f\u00fcr Triathleten eignet, wurde beim ersten\u00a0Ironman 70.3 in Zell am See\u00a0bewiesen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3277,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[111],"class_list":["post-3276","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-triathlon-wettkampfberichte","tag-ironman-70-3-zell-am-see"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3276\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/test.asv2000.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}